| Warum atmet der Mensch eigentlich? |
| Mit dieser Frage leitete Hubert Kappacher den ersten Kurs „Atemwegsmanagement im Sanitätsdienst“ dieses Jahres ein. Die Antworten der Teilnehmer zeigten, dass wir im Ostallgäu einen hohen Kenntnisstand erreicht haben. „Um Energie in den Zellen zu bereitzustellen“, so die Antwort. Die erste Stunde gehörte der Wiederholung wichtiger Aspekte rund um die Atmung, Atemstörungen und den erforderlichen Maßnahmen. Dann war nur noch Praxis gefragt. Von der Sauerstoffgabe über die assistierte Beatmung bis hin zur Assistenz bei der endotrachealen Intubation reichte die Bandbreite der Praxisstationen, die von insgesamt 5 Ausbildern betreut wurden. Das Freimachen der Atemwege gehört natürlich auch dazu und so wurde „Chocking Charly“, der Trainer für das Heimlich-Manöver von allen „liebevoll“ umarmt und gedrückt. Natürlich wurde auch der Einsatz der Larynxtuben intensiv trainiert. Da zwischenzeitliche viele Rotkreuzgemeinschaften im Ostallgäu für den Ernstfall Larynxtuben vorhalten, ist es wichtig, deren Anwendung immer wieder zu üben. Am Ende des langen Abends waren alle der Meinung, dass es sich gelohnt hat. „Besonders interessant fand ich die Assistenz bei der Intubation, weil wir das im SAN Kurs gar nicht gelernt haben“, so das Fazit einer Teilnehmerin. | | | | "Wenn Du jetzt diesen sch.... Fremdkörper ausspuckst, dann heirate ich Dich" |
| Mit diesen Worten drückte eine Teilnehmerin der Sanitätsdienstausbildung ihre Verzweiflung aus, als sie das Heimlich Manöver bei unserer Übungspuppe „Chocking Charly“ machen sollte. Auch nach 4 Versuchen war der Atemweg immer noch nicht frei und so hat Charly jetzt eine Frau.
Am 1. April endete die erste Sanitätsdienstausbildung in diesem Jahr, die von Harald Flitta und seinem Team mit großem Engagement durchgeführt wurde. Die Teilnehmer erlernten an drei Wochenenden die grundlegenden Maßnahmen für das zukünftige Aufgabenfeld innerhalb Ihrer Rotkreuzgemeinschaften.
Angefangen hat der Kurs mit einem Erste-Hilfe-Eingangstest in praktischer und schriftlicher Form. Hierbei standen jedem nur wenige Hilfsmittel, wie Verbandpäckchen oder Mullkompressen, zur Verfügung. Nach dem Test lernten die angehenden Sanitäter Ihr zukünftiges Arbeitsmittel kennen - den Sanitätsrucksack. Dieser füllte sich nach jedem Ausbildungsabschnitt mit der Notfallausstattung, die jeweils beherrscht wurde. Von Verbandzeug über Sauerstoff bis hin zu Absaugpumpe, Larynxtuben und HWS Kragen reicht jetzt die Kompetenz der neuen „Sanis“.
Natürlich kam der Spaß beim Kurs auch nicht zu kurz. Auf den Hinweis von Andreas Osterrieder, "hör auf, bei der Atemkontrolle immer die Hand auf den Brustkorb zu legen" bekam er die Antwort "Ich steh aber auf Brustkörbe".
Nach den schriftlichen Prüfungen mussten die Teilnehmer in jeweils zwei Fallbeispielen beweisen, dass sie das gelernte sicher anwenden können. Um die „Fälle“ möglichst realistisch zu erleben, wurden vom Team Notfalldarstellung Ostallgäu die Verletztendarsteller perfekt geschminkt. Weiterer Teil der praktischen Prüfung war die Reanimation unter Anwendung von AED und Larynxtubus.
Am Ende haben alle 15 Teilnehmer die Prüfung bestanden und dürfen sich ab jetzt Sanitäter nennen. Sichtlich begeistert zeigte sich auch die stellvertretende Kreisbereitschaftsleiterin Gundula Fichtl. Sie überreichte den Lehrgangsteilnehmern das Leistungsabzeichen in Bronze. Sie forderte die frischen Sanitäter auf, ihr erlerntes Wissen nun auch in die Praxis bei Sanitätsdiensten mit einzubringen, da man nur "draußen" außerhalb des Lehrsaales Erfahrung sammeln kann. | | | | Gut das ihr da seid. Ich hab so einen Druck in der Brust. |
| Mit diesen Worten wurde das Team von Hubert Kappacher, der einen Patienten in einem Festzelt spielte, begrüßt. Alles sieht nach Routine für Martina Lemberg und Vanessa Rütten aus. Atemwege, Atmung und Kreislauf prüfen, Sauerstoff vorbereiten und den Notarzt alarmieren. Plötzlich klagt der Patient über Übelkeit, verliert das Bewusstsein und sinkt in seinem Stuhl zusammen. Jetzt schnell auf den Boden mit ihm und die Vitalfunktionen überprüfen. Schnappatmung! Sofort beginnen die beiden Sanitäterinnen mit der Wiederbelebung. Herzdruckmassage, Beatmung mit dem Beatmungsbeutel und den Defibrillator anschließen. Nach dem Schock noch einen Larynxtubus anwenden und dann die Reanimation weiterführen.
Das habt ihr gut gemacht, genauso wie die 13 anderen Teilnehmer an der ersten Rezertifizierung Reanimation mit AED und Larynxtubus in diesem Jahr. Aus dem gesamten Ostallgäu waren Kolleginnen und Kollegen aus verschieden Rotkreuzgemeinschaften nach Buchloe gekommen, um unter Anleitung von Florian Kratz mit den aktuellen Leitlinien für Wiederbelebung vertraut gemacht zu werden. Nachdem wir in verschiedenen Stationen unterschiedliche Einzelmaßnahmen trainiert hatten, wurde dann an 3 Stationen trainiert und geprüft. Am Ende stand das sehr erfreuliche Resultat. Alle haben bestanden und haben wieder einen gültigen Qualifikationsnachweis für 1 Jahr. | | | | Erstes Rotkreuz Einführungsseminar 2012 |
| „Wir schreiben das Jahr 1859. In Solferino kämpfen die Italiener und die Franzosen in einer der schrecklichsten Schlachten der Geschichte gegen die Österreicher. 40 000 Tote und weitere 40 000 Verletzte sind das Ergebnis dieses Kampfes! In diesem entscheidenden Moment fehlen die Hilfskräfte um all die Verletzten zu versorgen...“ Diese Geschichte und noch vieles mehr erfuhren vergangenen Samstag, den 18.02.2012, die 15 Teilnehmer des 1. Rotkreuz-Einführungsseminars diesen Jahres. Wieder einmal trafen sich Rotkreuzler aus dem gesamten Ostallgäu im St. Georgshof in der Frankau um sich über die Geschichte und die Entwicklung des Roten Kreuzes zu informieren. Der Tag startete mit einem einstündigen Hausrundgang im St. Georgshof, in welchem Menschen mit psychischer Behinderung beim Lebensalltag, durch hauptamtliche Mitarbeiter unseres Kreisverbandes, unterstützt werden.
Danach ging es mit Henry Dunant und dem Ursprung des Roten Kreuzes weiter und auch die Genfer Abkommen standen auf dem Programm. Als Nächstes wurden Themen wie die Familie des Roten Kreuzes, der Unterschied zwischen Schutzzeichen und Kennzeichen und die sieben Grundsätze des Roten Kreuzes behandelt. Nach einem hervorragenden Mittagessen waren alle wieder gestärkt und schon konnte es mit den nächsten Themen weitergehen. Der Nachmittag startete mit einem der Höhepunkte des Tages – mit dem Besuch von Thomas Hoffmann, dem Kreisgeschäftsführer des Kreisverbandes Ostallgäu. Er informierte die Teilnehmer über den groben Aufbau des Kreisverbandes und die verschiedenen Aufgabengebiete. Anschließend war der Aufbau des BRK und des DRK an der Reihe und darauffolgend durften die Teilnehmer selber aktiv werden und sich mit den verschiedenen Gemeinschaften auseinandersetzen. Den krönenden Abschluss machte Gary Kögel, Vorsitzender der Kreiswasserwacht Ostallgäu mit seinem Besuch. Er erzählte den Teilnehmern Grundlegendes über die Wasserwacht und deren Aufgabengebiete. Und so schnell war der Tag auch schon wieder vorbei. Alles in allem ein sehr informativer und lehrreicher Samstag für alle!
Hast DU jetzt auch Lust bekommen über diese Themen mehr zu erfahren? Dann sei dabei! Das nächste Rotkreuz-Einführungsseminar ist am 07.07.2012, Florian Kratz, Klaus Rieder und Madita Lang freuen sich schon jetzt auf DICH! | | |
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